Veröffentlicht am 05. Oktober 2026 / Ariane Grebenstein
Erste Anzeichen Wechseljahre: Warum die Perimenopause schon Anfang 40 beginnen kann
Die Wechseljahre beginnen nicht erst mit der letzten Periode. Erfahre, was die Perimenopause bedeutet und warum sie schon Anfang 40 beginnen kann.

Wenn du Anfang 40 bist, denkst du vielleicht noch gar nicht an die Wechseljahre.
Schließlich hast du deine Periode noch. Vielleicht sogar regelmäßig. Und überhaupt: Für die Wechseljahre fühlst du dich doch noch viel zu jung.
Genau hier liegt ein verbreitetes Missverständnis.
Die Wechseljahre beginnen nicht erst mit der letzten Periode. Veränderungen können schon Jahre vorher beginnen. Und auch die Perimenopause kann deutlich vor der Menopause einsetzen.
Deshalb lohnt es sich, die Begriffe rund um die Wechseljahre einmal genauer anzuschauen.
Was bedeutet Perimenopause?
Die Perimenopause ist die Übergangsphase auf dem Weg zur Menopause. Sie beginnt nicht erst unmittelbar vor der letzten Periode, sondern kann sich über mehrere Jahre erstrecken.
In dieser Zeit verändern sich die hormonellen Abläufe zunehmend. Auch der Zyklus kann sich verändern. Gerade in der späteren Perimenopause können die Hormone deutlich schwanken.
Das kann sich bei manchen Frauen auch durch erste Beschwerden bemerkbar machen.
Und genau deshalb ist die Perimenopause ein wichtiger Begriff, wenn wir über die ersten Anzeichen der Wechseljahre sprechen.
Prämenopause, Perimenopause, Menopause und Postmenopause: Was ist der Unterschied?
Die Begriffe werden nicht in allen Quellen ganz einheitlich verwendet. Für eine erste Orientierung kannst du sie dir so vorstellen:
Prämenopause bezeichnet die lange Phase vor der eigentlichen menopausalen Übergangsphase. Auch hier können sich bereits erste Veränderungen zeigen. Der Zyklus kann sich beispielsweise subtil verändern, obwohl die Periode noch regelmäßig kommt.
Perimenopause bezeichnet die eigentliche Übergangsphase zur Menopause. Sie umfasst die Zeit, in der sich Zyklus und hormonelle Situation zunehmend verändern, bis hin zur letzten Menstruation und dem ersten Jahr danach.
Menopause bezeichnet dagegen keinen längeren Zeitraum, sondern einen bestimmten Zeitpunkt: die letzte Menstruation. Ob eine Blutung tatsächlich die letzte war, lässt sich erst rückblickend feststellen. Dafür müssen zwölf Monate ohne weitere Menstruation vergangen sein.
Postmenopause ist die Zeit nach diesem Übergang.
Vereinfacht gesagt: Die Wechseljahre sind also kein einzelner Zeitpunkt und beginnen auch nicht erst mit der Menopause. Es handelt sich um einen längeren Übergang, der bereits Jahre vorher spürbar werden kann.
Erste Anzeichen Wechseljahre können schon Anfang 40 auftreten
Vielleicht fragst du dich jetzt: Woran könnte ich überhaupt merken, dass sich etwas verändert?
Ein mögliches frühes Zeichen sind Veränderungen des Zyklus. Deine Periode kommt vielleicht etwas früher oder später, die Abstände verändern sich oder die Blutung ist anders als bisher.
Aber auch andere Veränderungen können auftreten, zum Beispiel beim Schlaf, bei der Stimmung oder beim allgemeinen Wohlbefinden.
Nicht jede Veränderung ab 40 ist automatisch ein Wechseljahressymptom.
Es gibt viele mögliche Ursachen für Beschwerden. Deshalb geht es nicht darum, jede Veränderung sofort den Hormonen zuzuschreiben.
Aber es kann hilfreich sein, die Perimenopause überhaupt als Möglichkeit zu kennen.
Denn vielleicht hast du bisher gedacht:
„Für die Wechseljahre bin ich doch noch zu jung.“
Dabei können erste Veränderungen durchaus schon Anfang oder Mitte 40 auftreten.
Warum dieses Wissen so wichtig ist
Wenn wir bei den Wechseljahren immer nur an die letzte Periode denken, übersehen wir leicht die Jahre davor.
Gerade diese Zeit kann aber eine Phase sein, in der sich vieles allmählich verändert.
Du musst also nicht warten, bis deine Periode ausbleibt, um dich mit den Wechseljahren zu beschäftigen.
Die Wechseljahre können schon lange vorher beginnen, als viele Frauen denken.
Für mich ist deshalb wichtig, Frauen frühzeitig Wissen über diese Lebensphase zu vermitteln. Nicht, damit jede Veränderung sofort als Wechseljahresbeschwerde eingeordnet wird, sondern damit du deinen Körper besser verstehen und Veränderungen bewusster wahrnehmen kannst.
Wie Yoga in der Perimenopause unterstützen kann
Yoga verbindet Bewegung mit bewusster Aufmerksamkeit und Entspannung. Untersuchungen zeigen mögliche Vorteile für Stress, Schlaf und Wohlbefinden. Wie viel eine Frau davon hat, hängt unter anderem von der gewählten Praxis und ihrer persönlichen Situation ab.
In meinem Yogaangebot steht nicht im Vordergrund, eine Haltung möglichst weit oder perfekt auszuführen. Mir ist wichtig, dass du wahrnimmst, wie sich Bewegung anfühlt und welche Intensität zu dir passt. Gerade wenn dein Alltag viel von dir verlangt, darf eine Yogastunde auch ruhig sein.
Du brauchst dafür keine besondere Beweglichkeit. Wähle einen passenden Einstieg und passe Übungen an deine Möglichkeiten an.
Meine aktuellen Angebote in Dresden findest du unter Kurse und Studio.
Wechseljahreberatung in Dresden und online
Ich bin Ariane Grebenstein, zertifizierte Wechseljahreberaterin und Yogalehrerin. In meiner Beratung nehmen wir uns Zeit für deine Fragen zur Perimenopause und den weiteren Phasen der Wechseljahre. Du musst vorher weder alles gelesen haben noch genau wissen, welche Unterstützung du möchtest.
Wir schauen gemeinsam, was dich im Alltag beschäftigt und wo du ansetzen möchtest. Vielleicht willst du die Veränderungen besser verstehen. Vielleicht suchst du einen Weg, Bewegung und Erholung unterzubringen, der nicht nach zwei Tagen wieder am vollen Kalender scheitert.
Daraus entwickeln wir Schritte, die zu deiner Situation passen. Mein Angebot verbindet Wissen rund um die Wechseljahre mit alltagstauglichen Strategien und, wenn es für dich passt, Yoga und Entspannung. Die Beratung ist in Dresden und online möglich. Die Teilnahme an einem Yogakurs ist dafür keine Voraussetzung.
Wann ärztlich abklären?
Nicht jede Veränderung in der Lebensmitte hat mit den Wechseljahren zu tun. Wenn Beschwerden neu, ungewöhnlich, sehr stark oder anhaltend sind, solltest du sie ärztlich abklären lassen.
Auch wenn die Periode bereits vor dem 45. Lebensjahr deutlich seltener wird oder ausbleibt, ist eine ärztliche Einordnung sinnvoll.
Ich bin Wechseljahreberaterin und Yogalehrerin, keine Ärztin. Meine Beratung ersetzt daher keine medizinische Diagnostik oder Behandlung.
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Quellen und weiterführende Informationen
- Harlow SD et al. (2012): „Executive Summary of the Stages of Reproductive Aging Workshop + 10: Addressing the Unfinished Agenda of Staging Reproductive Aging“, Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism. Grundlage für die Einordnung der späten reproduktiven Phase, der menopausalen Transition und der Postmenopause. Volltext bei PubMed Central
- Deutsche Menopause Gesellschaft e. V.: „Was ist die Menopause?“ Informationen zur Definition von Menopause und Postmenopause sowie zum Auftreten von Veränderungen und Beschwerden bereits vor der Menopause. Deutsche Menopause Gesellschaft: Was ist die Menopause?
- NICE Guideline NG23: „Menopause: identification and management“. Evidenzbasierte Empfehlungen zur Einordnung von Perimenopause und Menopause sowie zu möglichen Beschwerden. NICE: Menopause – identification and management
- „The effectiveness of yoga on menopausal symptoms: A systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials“ (2024). Systematische Übersichtsarbeit zur möglichen Wirkung von Yoga auf verschiedene Wechseljahresbeschwerden, Schlaf und psychisches Wohlbefinden. PubMed: The effectiveness of yoga on menopausal symptoms